Was ist eine hinterlüftete fassade?

Die hinterlüftete Fassade ist ein Bausystem, das die Befestigung von einer getrennten (nicht dichten) Verkleidung auf einer Gebäudewand ermöglicht. Die Abtrennung zwischen Verkleidung und Gebäudewand ermöglicht die Bildung einer isolierenden Schicht, die den Luftdurchzug durch den Kammerraum auf keinen Fall einschränkt, was große Vorteile im Hinblick auf Energieeinsparungen hat.
 
Die Verkleidungsplatten werden mit einer umlaufenden Fuge (je nach Material) installiert, die jede Art von Problemen oder Pathologien verhindert, die sich aus einer Materialausdehnung ergeben könnten, indem sichergestellt wird, dass das Material ein gutes Erscheinungsbild bewahrt (ohne Spalt- oder Rissbildung). Auf der anderen Seite bietet die Verkleidung Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung auf dem Rest der Schichten (Isolierung und Gebäudewänden), indem die plötzlichen Temperaturschwankungen gedämpft und damit ihre Lebensdauer verlängert werden.
 
Es ist ein Bausystem, das den Einsatz von verschiedenen Verkleidungsmaterialien ermöglicht wie, z.B., Naturstein, Feinsteinzeug, Hochdrucklaminaten, Faserzement, usw.


Wie es funktioniert

  • Im Sommer

    Die Sonne scheint direkt auf die Verkleidung und nicht auf die Gebäudewände...

  • Im Sommer

    Die Luft in der Kammer wird dadurch erhitzt, so dass ihre Dichte abnimmt und dann durch Wärmeströmung aufsteigt, was wiederum ermöglicht, dass die kalte Luft den freien Raum einnehmen kann...

  • Im Sommer

    Dieses Phänomen, auch "Kamineffekt" genannt, verhindert Hitzestau auf der Fassade mit entsprechender ENERGIEEINSPARUNG Die Wärmedämmschicht bietet einen zusätzlichen Schutz an.

  • Im Winter

    es trägt zur thermischen Stabilität des Systems bei.

  • Im Winter

    Im Winter kommen noch andere Faktoren ins Spiel, da die Sonneneinstrahlung in den meisten Fällen nicht ausreicht, um die Luft in Bewegung zu setzen. In diesem Fall wirkt die Fassade in Zusammenhang mit der Wärmedämmschicht des Systems wie ein Wärmespeicher, der das Entweichen der Wärme aus dem Inneren des Gebäudes (mit entsprechender ENERGIEEINSPARUNG) verhindert.

  • Abdichtung

    Die Verkleidung wirkt wie eine wasserdichte Trennwand, die maximal 5% des Regenwassers durch die Fugen durchlässt, wobei Windeffekte auch zu berücksichtigen sind.

  • Sicherheit

    die trockene (mechanische) Installation bzw. die gemischte (mechanische und chemische) Installationsart und der Einsatz von Verankerungen für die Montage der Fassade gewährleisten eine sichere Montage der Verkleidung.

  • Ästhetik

    Im Gegensatz zur Mauerwerksfassade treten Probleme wie Feuchtigkeit und Ausblühungen nicht auf, da es sich um ein schichtenweise aufgebautes System mit einer Luftkammer zwischen den Schichten handelt.

Wartung

Die spanische technische Bauordnung (CTE) legt in ihren Grundzügen die Gesundheitsstandards fest und darin wird folgendes empfohlen:

alle 3 Jahre:

  • Überprüfung des Zustandes der Verkleidung hinsichtlich Risse, Ablösungen, Feuchtigkeit und Flecken
  • Überprüfung des Zustandes von einzelnen Bereichen wie Ecken, Mauerkronen, Kragbalken, Vordächer, usw

alle 5 Jahre:

  • Überprüfung des eventuellen Auftretens von Rissen und Spalten sowie von mangelnder Vertikalität und anderen Verformungen in der Hauptschicht.

alle 10 Jahre:

  • Überprüfung der Sauberkeit der Lüftungsschlitze bzw. Lüftungsöffnungen der Luftkammer

Installation

Einfache Montage auf der Baustelle, da die verschiedenen Elemente in Trockenbauweise mittels mechanischer Verankerungen montiert werden, die zuvor berechnet worden sind, um Windlast und Eigengewichtslasten (d.h., das Gewicht der Platte selbst) widerstehen zu können, wobei je nach System eine Leistung von bis zu 60 m² pro Tag und pro Paar erreicht werden kann.